Kalifatsfantasien und Geschlechtertrennung vor der US-Botschaft

Demonstration gegen die Beleidigung des Propheten Mohammed (Foto: Ruth Eisenreich)

Das Kalifat ist die Lösung“, steht auf einem Transparent, auf einem zweiten prangt eine saudi-arabische Flagge, auf einem dritten steht mit rotem Filzstift „Wir lieben Allah und unseren Propheten mehr als alles andere“. Männer und Frauen marschieren streng getrennt, immer wieder ertönt der Ruf „Allahu akbar“. Demonstration gegen die Beleidigung des Propheten Mohammed (Foto: Ruth Eisenreich)

Wir befinden uns weder in Libyen noch in einem FPÖ-Wahlkampfspot, sondern im neunten Bezirk, wo hunderte Muslime gegen islamfeindliche Filme und Karikaturen protestieren.

„Wenn man Juden beleidigt, ist es Antisemitismus, bei Schwarzen Rassismus“, sagt ein junger Mann. „Warum nennt man es bei uns Meinungsäußerung?“ Sein Freund fügt Demonstration gegen die Beleidigung des Propheten Mohammed (Foto: Ruth Eisenreich)hinzu: „Aber die Medien gehören ja alle den Juden, dem Dichand zum Beispiel.“

Initiiert hat die Kundgebung ein Österreicher tunesischer Herkunft, der sich schon an Aktionen radikaler Salafisten beteiligt haben soll. Diverse muslimische Organisationen haben sich von der Demo distanziert.

Falter, 26.9.2012

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