„Sie haben nichts.“

Sonja Kohl und Petra Aurich haben körperliche Beschwerden. Niemand kann erklären, woher sie kommen. Sind sie harmlos? Oder Anzeichen von ernsten Erkrankungen? Über den schmalen Grat zwischen Nichts und Etwas in der Medizin. 

Sonja Kohl ist Anfang 30, als es beginnt. Magen-Darm-Probleme. Geschwollene Lymphknoten. Blasenentzündungen. Ständiger Muskelkater. Sie geht zum HNO-Arzt wegen ihrer Ohrenschmerzen, er findet keine Erklärung. Der Augenarzt sagt, an den entzündeten Augen seien ihre Kontaktlinsen schuld. Der Umstieg auf eine Brille ändert nichts. Sie macht einen Allergietest, weil sie dauernd niesen muss: nichts. 

Die meisten Menschen haben so etwas schon einmal erlebt. Das Knie schmerzt, der Kreislauf schwächelt, die Verdauung spinnt, man weiß nicht, warum, und dann ist es wieder vorbei. Oder: Irgendwann macht man sich doch Sorgen, geht zur Ärztin, die findet nichts, man ist erleichtert, irgendwann sind die Beschwerden wieder weg.

Oder eben nicht. Weiterlesen auf Science Notes

Science Notes, Juli 2021

Wie wir ticken

„Das hervorstechendste Merkmal des Lebens unserer Zeit ist zweifellos sein Tempo – das, was wir seine Eile nennen könnten, die Geschwindigkeit, in der wir uns bewegen, der Hochdruck, unter dem wir arbeiten.“

William Rathbone Greg, 1877

Für einen SZ-Schwerpunkt zum Thema „Tempo“ habe ich gemeinsam mit den Digital- und Video-KollegInnen das Digitalprojekt gestaltet – zu finden unter sz.de/tempo.