Der Milchglaspatient

Bessere medizinische Versorgung oder totale Überwachung – was bringt die Elektronische Gesundheitsakte wirklich?

Der Chef in spe zieht die Augenbrauen hoch. „Eigentlich sind Sie der bestqualifizierte Bewerber für den Job“, sagt er. „Aber ich sehe hier, dass Sie HIV-positiv sind. Und mit 19 Jahren waren Sie bei einem Facharzt für Psychiatrie? Tut mir leid, solche Mitarbeiter können wir nicht brauchen.“Solche Szenen kommen vielen Menschen in den Sinn, wenn sie an Elga, die Elektronische Gesundheitsakte, denken. Aber was ist an diesem Horrorszenario dran? Macht Elga uns wirklich zum sprichwörtlichen „gläsernen Patienten“ – oder ist es ein harmloser Weg zu besserer medizinischer Betreuung?
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