Gezerre ohne Grenzen

Sofia, Oliver, Christian – die Namen dieser Kinder stehen für eskalierten Sorgerechtsstreit zwischen binationalen Elternpaaren. Sind die Gesetze untauglich?

Sofia bleibt in Österreich – zumindest vorläufig. Nach einem jahrelangen Sorgerechtsstreit und wochenlanger medialer Empörung über die geplante “Abschiebung“ der Sechsjährigen ist vergangene Woche für einige Zeit Ruhe eingekehrt.

Medial präsent war der “Fall Sofia“ seit dem Juni, als ein italienisches Gericht Sofias Mutter Doris Povse wegen Kindesentführung zu 15 Monaten Haft verurteilte. Povse hatte Sofia im Jahr 2008 von Italien zurück nach Österreich gebracht, nachdem sie sich vom – angeblich gewalttätigen – italienischen Vater des Mädchens getrennt hatte. Mehrere Gerichte ordneten an, dass Sofia nach Italien zurückkehren müsse, doch bevor der Gerichtsvollzieher das Mädchen abholen konnte, tauchten Mutter und Kind unter. Read More »

Bravo stirbt

Nach 45 Jahren wird der Rennbahn-Express eingestellt. Die Medienkrise trifft Teeniemagazine noch stärker als andere Zeitschriften. Ein Nachruf

Die “Bravo Hits” gibt es heute auch auf iTunes, und die Heftbeilage ist keine Halskette, sondern ein Handyanhänger. Sonst hat sich wenig verändert: Klatsch und Tratsch über Stars, Kleidungstipps, Sexratschläge, Poster und eine Fotolovestory prägen das Teeniemagazin Bravo heute wie vor vielen Jahren.

Der größte Unterschied zwischen einem Bravo-Heft des 20. Jahrhunderts und einem von 2013 ist die Leserzahl. Von 1978 bis 1998 kaufte über eine Million Jugendliche regelmäßig das Bravo, im Jahr 1991 war mit durchschnittlich 1,49 Millionen verkauften Exemplaren der Höhepunkt erreicht. Heute wollen nur noch 246.000 Teenager die Tipps der Sexberater vom Dr.-Sommer-Team lesen und mit den Protagonisten der Fotolovestorys mitfiebern – das ist nur mehr ein Sechstel. Read More »

Die rosa Antikapitalisten und ihre Feinde

Die Aufregung um das Café Rosa wirft Licht auf die Probleme der Österreichischen Hochschülerschaft

So viel Aufregung gibt es selten, wenn ein Café seine Öffnungszeiten ändert. Sämtliche großen Tageszeitungen und der ORF berichten, die FPÖ verfasst gar eigens eine leicht skurrile Presseaussendung.Was ist passiert? Die grün-rot-kommunistisch regierte ÖH Uni Wien hat 443.000 Euro – ein Viertel ihres Jahresbudgets – in ein Caféinvestiert, das sich nach weniger als einem Jahr als unwirtschaftlich erwiesen hat.Bei 91.000 Studenten der Uni Wien macht das knapp fünf Euro pro Student. Zum Vergleich: Im Jahresvoranschlag 2011/12 der Bundes-ÖH waren 272.000 für Tutorien und 239.000 Euro für die Unterstützung von Studierenden in finanziellen Notlagen eingeplant.

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The Year of Youth – did anyone notice?

The International Year of Youth has come to an end…but what did it achieve?

2011 was declared by the United Nations to be the International Year of Youth. Because the 12 months covered by the declaration didn’t exactly match a calendar year, the official events have already ended. So what actually happened during that year, to back up the declaration? Ruth Eisenreich has set out to find out.

SBS Radio World News, 14/09/2011