Australien interniert Asylwerber in der Wüste und auf abgelegenen Inseln – sogar Kinder
Stacheldrahtzäune, Wellblechbaracken, Schlafsäle mit Stockbetten, ein Speisesaal mit Neonlicht und grauen Plastikstühlen: So sieht der ehemalige Luftwaffenstützpunkt Curtin auf den Fotos aus, die die australische Menschenrechtskommission bei einem Besuch vor zwei Jahren gemacht hat. Wie die ideale Umgebung für Kinder wirkt Curtin nicht, trotzdem lebt hier seit Anfang Mai eine Handvoll von ihnen: Flüchtlingskinder aus dem Irak, dem Iran, Afghanistan, Pakistan und Sri Lanka.
Curtin liegt mitten im menschenleeren Nordwesten Australiens, dort, wo die Erde rot ist und die Temperatur an einem durchschnittlichen Sommertag auf 39,8° Celsius klettert. Derby, das nächste Dorf, ist 40 Kilometer entfernt, die nächste größere Stadt Darwin 1.700 Kilometer – so weit wie Wien von Athen.Weiterlesen »